Viele Menschen haben den Beginn ihrer Lebensreise nicht alleine angetreten. Wir sind oft zu zweit oder dritt inkarniert.

In den ersten Tagen, Wochen oder Monaten waren wir nicht alleine im Mutterleib sondern es waren ein oder mehrere Zwillinge mit uns.
Das oder die Geschwister starben dann jedoch und gingen entweder durch eine Blutung der Mutter ab oder das Gewebe wurde resorbiert.

Bei der Geburt deutet oft nichts mehr darauf hin, dass das Neugeborene zu zweit oder dritt gewesen wäre.

In unseren Systemaufstellungen hat sich gezeigt, dass dieses Phänomen häufiger auftritt als wir vermutet hatten.

Alle Betroffene haben es bisher als große Erleichterung erlebt, wenn sie von ihrem früh verlorenen Zwilling in der Aufstellung erfuhren.

Daraus kann sich ein sehr heilsamer Prozess anschließen.

Denn der Verlust des Zwillings hat oft tiefgreifende Auswirkungen auf das weitere Leben von uns Alleingeborenen.

Und es hat auch große Auswirkungen auf die späteren Beziehungen mit Partnerinnen und Partnern.

Alleingeborene Zwillinge sind oft hochsensibel, haben oft Schuldgefühle und neigen zum Perfektionismus. Außerdem haben sie oft das Gefühl, falsch in der Familie zu sein und nicht dazuzugehören.

Dadurch entsteht ein enormer Leistungsdruck.

Auch haben wir Alleingeborene die Tendenz, mehreren Berufen gleichzeitig nachzugehen. Das hat oft damit zu tun, dass wir meinen das Leben unseres verlorenen Geschwisterkindes mitleben zu müssen. Das Ganze geschieht vollkommen unbewusst.

Vor allem in Partnerschaften kann es zu Problemen führen, da wir Alleingeborene zu zweit oder dritt inkarnieren und ein sehr starkes Wir-Gefühl erleben. Dieses Gefühl suchen wir meist ein Leben lang. Und genau diesen großen Wunsch nach Nähe, Intimität und Innigkeit kann uns kein Partner geben.

Wenn wir unseren verlorenen gegangenen Zwilling in den Partner hineinprojizieren, kann dies nicht gut gehen. Gerade am Anfang der Beziehung haben wir Alleingeborene oft das Gefühl, endlich das (oder denjenigen) gefunden zu haben was wir (unbewusst) schon so lange vermissen.

Ist uns Alleingeborenen bekannt, dass wir einen Zwilling oder Drilling(e) haben können wir Heilung finden und eine Beziehung auf Augenhöhe eingehen.

Denn Menschen, die ihre Inkarnation nicht in dieser extrem engen Nähe begonnen haben sind darauf nicht eingestimmt und halten diese Nähe kaum aus.
Deshalb suchen sie immer wieder Abstand, was beim Alleingeborenen zu einer Verlustangst und/oder auch Eifersucht führen kann.

Beispielsweise haben Alleingeborene große Angst, wieder verlassen zu werden und neigen dazu, die Beziehung zu beenden, wenn sie den Eindruck haben, dass ihr Partner unzufrieden ist oder auch wenn die erste Verliebtheitsphase vorbei ist und wir denken, dass es dieser Partner nun auch wieder nicht war.
Dann beginnt die Suche aufs Neue.

Am besten funktionieren Beziehungen mit anderen Alleingeborenen, da diese auch ein großes Bedürfnis nach Nähe und Innigkeit haben.

Ist beiden aber nicht bewusst, dass sie Alleingeborene sind projizieren beide ihren verlorenen Zwilling auf den Partner kann keine Heilung geschehen.

Körperliche Symptome, die darauf hinweisen können, das man ein Alleingeborener ist können sein:

  • Panikattacken – Angst vor Dunkelheit
  • Depressionen
  • Eifersucht
  • Todessehnsucht
  • Verlustängste
  • Schuldgefühle
  • Schlafstörungen
  • Hochsensibilität
  • Perfektionismus
  • Selbstsabotage
  • Viele Begabungen (Kreativität, Phantasie)
  • Mehrere Berufe gleichzeitig
  • Starke Empathie
  • Gefühl, dass etwas im Leben fehlt
  • Schwierigkeiten in Beziehungen
  • Einsamkeit (auch in Gesellschaft)
  • Kuscheltier ist wichtig
  • Unverhältnismäßig tiefe Trauer, wenn jemand oder ein Tier stirbt

Es gibt Schmelzzwillinge und Fluchtzwillinge.

Schmelzzwillinge verlieren sich oft in Beziehungen, da sie sich in der Beziehung aufgeben. Sie fühlen sich nur in körperlicher Nähe wohl. Für sie ist Nähe und Intimität wichtig. Sie geben anderen oft Energie und fühlen sich dadurch selbst ausgelaugt und niedergeschlagen. Jeder Abschied wird wie Sterben empfunden.

Bei Fluchtzwillingen ist es etwas anders. Für sie war das Trauma des Verlustes ihres Zwillings so furchtbar, dass sie sich nie mehr in diese Gefahr des Verlustes begeben möchten. Sie neigen zu Perfektionismus und starkem Leistungsdruck und ziehen sich gerne in sich zurück.

Heilung kann dann geschehen, wenn sich der Alleingeborene Zwilling bewusst ist, dass er einen Zwilling oder Drilling(e) hat und sich wieder mit ihm verbinden kann.

In einer Systemischen Familienaufstellung können verlorene Zwillinge und Drillinge „sichtbar“ werden und die Alleingeborenen können sich mit ihnen auf Seelenebene verbinden was große Heilung bewirken kann.

Für mich war es beispielsweise eine Tragödie, wenn mein Partner sich morgens verabschiedet hat und wir uns den ganzen Tag bis abends nicht mehr gesehen haben. Ganz zu schweigen von einer Geschäftsreise über mehrere Tage.

Ich konnte mir das nicht erklären, warum ich solch einen Trennungsschmerz spürte, der fast nicht auszuhalten war, hat mir mein Verstand doch gesagt, dass ich meinen Partner abends oder in ein paar Tagen wieder sehen werde.

Als ich in einer Aufstellung meine verlorenen gegangene Zwillingsschwester „wiedergefunden“ habe und mich mit ihr auf Seelenebene verbinden konnte, war es mir möglich, meinen Trennungsschmerz zu heilen.

Über dieses Geschenk bin ich unendlich dankbar. Vor allem, da in so vielen Bereichen meines Lebens und auch in meiner Partnerschaft mehr Ruhe einkehrt ist.

Hast du auch das Gefühl ein Alleingeborener zu sein? Vereinbare gerne einen Termin zu einer Systemischen Familienaufstellung.

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