Was haben Wut- und Zornausbrüche mit dem Wunsch nach Bedürfnisbefriedigung in der Partnerschaft zu tun?

Alle Menschen haben Bedürfnisse – das ist ganz normal. Oft wünschen wir uns, dass unser Partner unsere Bedürfnisse wahrnimmt und sie erfüllt.

Das erste Problem ist, dass wir oft erwarten, dass unser Partner unsere Bedürfnisse errät („Wenn er mich liebt, dann weiß er was ich mir wünsche.“).

Das ist der erste Trugschluss. Wir können nicht erwarten, dass unser Partner erahnt wie es uns geht, was wir uns wünschen und welche unserer Bedürfnis gerade erfüllt werden sollen.

Mit dieser Erwartung überfordern wir unseren Partner und unsere Enttäuschung ist vorprogrammiert. Wir müssen unserem Partner mitteilen wie wir uns fühlen, was wir uns wünschen und auch was wir uns von ihm wünschen.
Doch auch wenn wir ihm mitteilen, was wir uns wünschen, ist er nicht in der Pflicht uns den Wunsch zu erfüllen.

Entwickeln sich die Dinge in einer Partnerschaft nicht so wie wir uns das wünschen (unsere Bedürfnisse werden weder gesehen noch erfüllt), werden wir manchmal zornig.

Damit wollen wir unseren Forderungen Nachdruck verleihen und erreichen, dass unsere Bedürfnisse erfüllt werden.

Allerdings hält uns unser Zorn in unserer Bedürftigkeit gefangen. Und wir „riskieren“, dass unser Partner ebenfalls mit Zorn und Wut reagiert.

Damit ist ein Teufelskreis von Bedürfnis – Wut/Zorn – Bedürfnis entstanden.

Sind wir in der Lage statt eines Wutausbruches, ein Gespräch über unsere Bedürfnisse zu führen, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass wir unsere Bedürfnisse erfüllt bekommen.
Natürlich besteht das „Risiko“, dass unsere Bedürfnisse nicht befriedigt werden. Das müssen wir aber in Kauf nehmen.
Denn eine Manipulation unseres Partners über den Weg eines Zornausbruches ist emotionale Erpressung.

Außerdem entfremden wir uns durch jeden Wutausbruch emotional genau von dem Menschen von dem wir uns eine Bedürfnisbefriedigung wünschen.

Verbinde dich mit deinem Partner und suche das Gespräch statt einen Zornausbruch zu bekommen. Das ist sicherlich nicht immer einfach, aber mit ein wenig Übung funktioniert es immer besser.

Um unsere eigenen Befindlichkeiten und Bedürfnisse wahrzunehmen und diese auch unserem Partner mitzuteilen eigenen sich Zwiegespräche wunderbar.
In so einem Zwiegespräch begegnet ihr euch auf einer völlig anderen Ebene. Vor allem ist hier kein Raum für einen Wutausbruch.
Probiere es aus, es kann unglaublich heilsam für deinePartnerschaft sein.

Schaffst du es nicht, alleine deine Zornausbrüche zu „besiegen“ unterstützen wir dich gerne in einem EinzelCoaching.

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