Geben und Nehmen

Eine Partnerschaft besteht aus Geben und Nehmen.

Manchmal gibst du und manchmal nimmst du. Das Geben und Nehmen sollte sich in einen ausgewogenen Zustand einpendeln. Jeder gibt und jeder nimmt.

Dadurch entsteht ein gegenseitiger Ausgleich in der Partnerschaft und beide Partner sind gleichwertig.

Vielen Menschen fällt das Geben leichter als das Nehmen. Denn im Nehmen sind wir bedürftig und abhängig, wobei wir im Geben groß und überlegen sind.

In der Eltern-Kind-Beziehung ist es so, dass die Eltern geben und die Kinder nehmen. Dies funktioniert in einer Paarbeziehung so nicht. Hier muss sich das Geben und Nehmen ausbalancieren, damit die Liebe fließen kann.

Gehörst du zu den Menschen, die lieber Geben, verweigerst du deine Bedürftigkeit und deine Abhängigkeit. Dies hat oft den Ursprung in der Kindheit und in Verstrickungen deiner Herkunftsfamilie, was oft alleine nicht lösbar ist. Dabei kann dir eine Systemische Familienaufstellung helfen.

Meist findet sich dann auch der passende Partner - ein Mensch, der lieber nimmt.

Dadurch gerät aber die Beziehung in Schieflage, wenn einer nur gibt und der andere nur nimmt. Dies kann sich in den unterschiedlichsten Bereichen ausdrücken wie beispielsweise bei Geschenken, im Finanziellen und auch in der Sexualität.

Problematisch an dieser Konstellation ist, dass die Beziehung von einer Paarbeziehung in eine Eltern-Kind-Beziehung kippt. Wir haben bei unseren Coachings oft die Erfahrung gemacht, dass ein Ungleichgewicht im Geben und Nehmen besteht, wenn zum Beispiel die Erotik stirbt - denn wer möchte schon gerne mit Mutter oder Vater ins Bett?

Andererseits lässt sich oft in Beziehungskrisen beobachten, dass die Partner dem anderen keine Wertschätzung mehr zeigen, also zu wenig geben.

Brauchst du Tipps wie du deinem Partner/deiner Partnerin deine Wertschätzung zeigen kannst? Hier gibt es kostenlose Tipps für dich!

Aber was genau kannst du nun deinem Partner geben, um eure Liebe im Alltag zu bewahren?

Positive Zuwendung, Anerkennung, Unterstützung, liebe Worte, Komplimente und Geschenke sind beispielsweise alles Gaben.

Jeder der Gaben erhält und nimmt, hat das Bedürfnis dies auszugleichen. So bewirkt das Nehmen automatisch das Bedürfnis zu geben. Dadruch entsteht ein Fluss von Geben und Nehmen, der Austausch und die Liebe nimmt zu.
Allerdings wird auch die Abhängigkeit größer. So braucht die tiefe Liebe den Mut, sich aufeinander einzulassen und den Kreislauf des Gebens und Nehmens in Gang zu halten.

In Beziehungen, in denen es kriselt, lässt sich beobachten, dass das Geben und Nehmen nicht (mehr) ausgewogen ist oder auch, dass beide Partner nicht mehr bereit sind, dem anderen Wertschätzung entgegenzubringen. Verhaltensweisen, die den anderen erfreuen, werden kaum mehr gezeigt.

Hier ein paar Inspirationen für dich:

 
  • Frage deine Partnerin jeden Tag wie es ihr geht.
  • Gib deinem Partner Zuspruch, ermutige ihn bei Zweifeln oder nimm ihn einfach mal in den Arm.
  • Beschenke sie mit kleinen Aufmerksamkeiten.
  • Koche sein Lieblingsessen.
  • Schreibe ihr eine schöne Karte oder sage ihr, dass du sie liebst.

Es sind die vielen kleinen Gesten, die deinem Partner/deiner Partnerin deine Wertschätzung zeigen und ihm/ihr zeigen, dass du ihn/sie liebst.

Achtet aufeinander und lasst euch gegenseitig an eurem Leben, an euren Empfindungen, an euren Sorgen und Ängsten und an euren Glücksgefühlen teilhaben.

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